Janin Tesmer-Laß

Gesundheit

Gesundheit ist nicht nur das höchste Gut, sondern vor allem (auch) Kopfsache.

Wie Ergebnisse der Psycho-Neuroimmunologie (PNI) zeigen, bewirkt seelisches Wohlbefinden geringe Entzündungslevels und eine effektivere Regulation. Das individuelle Stresslevel bestimmt also den Verlauf von Heilungsprozessen.

In der Körper-Geist-Seele-Einheit sind alle Prozesse äußerst komplex und eng miteinander verwoben. Starker oder langanhaltender Stress dagegen führt häufig zur überschießenden Rückregulation, wodurch das Immunsystem unterdrückt wird.

Bei Stress werden Stresshormone ausgeschüttet, die zur Immunsuppression führen. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol wird durch die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) gesteuert.

Der Organismus ist für akute Stressreaktionen gut gewappnet, Dauerstress hat jedoch massive Folgen, denn die längerfristige Aufrechterhaltung des Alarmzustandes fördert Entzündungen und lässt das Risiko für Allergien, Infekte, die Entstehung von Krebs und andere Erkrankungen ansteigen.

Die dauerhafte Überbeanspruchung der HPA-Achse bei langanhaltendem Stress führt häufig zur Überlastung des Regulations- und zur Erschöpfung des Stresssystems. Stressbedingte Entzündung können vom Organismus nicht mehr eingedämmt werden, wodurch z.B. Asthma und Autoimmunerkrankungen (Rheuma,Diabetes etc.) gefördert werden.

Ergebnisse verschiedener Studien zeigen, dass z.B. bei Studenten die Wundheilung während der Prüfungszeit 3 Tage länger dauert als in Ferienzeiten. Die Immunsuppression  (gemessen über spezifische Immunparameter) ging im Prüfungszeitraum um 86 Prozent zurück.

PNI-Langzeitstudien zeigen, dass chronisch belasteten Personen durchschnittlich viermal höhere Werte bestimmter Entzündungsparameter aufweisen, wodurch die Entwicklung von körperlichen und psychischen Erkrankungen gefördert wird.

Eine positive innere Haltung steigert nicht nur die Abwehrkräfte

Das individuelle Stresslevel bestimmt den Verlauf von Heilungsprozessen. Das Stresserleben selbst, ist subjektiv und hängt wiederum von inneren Einstellungen, erlebter Selbsteffizienz und den Fähigkeiten zur Angst-, Schmerz- und Stressbewältigung ab.

Medizinisch-psychologische Techniken fördern Bewältigungskompetenzen, positive Einstellungen und Wohlbefinden. Darüber hinaus ermöglichen sie eine Einflussnahme auf vermeintlich nicht beeinflussbare körperliche Prozesse.

Wie stark diese Einflüsse wirken, zeigen z.B. Studien, die deutlich positive Effekte von medizinischer Hypnose auf diverse Krankheitsverläufe nachweisen (Rheuma, Reizdarm, Krebs, Schmerzstörungen, Autoimmunerkrankungen, Wundheilung etc.). Auch die Placeboforschung zeigt, dass allein die Heilungserwartung zu physiologischen Veränderungen und messbarer Verbesserung von Heilungschancen führt.

Nehmen Sie Ihr Leben und Ihr Wohlergehen selbst in die Hand – Sie können viel mehr bewirken, als Sie denken!