Autoimmunerkrankungen

 

Autoimmunerkrankungen

 

5-8% der Weltbevölkerung sind betroffen. Die Erkrankungsrate ist in den letzten 20 Jahren deutlich angestiegen. Autoimmunerkrankungen sind vielfältig. Es gibt ca. 100 verschiedene Erkrankungen, fast jede Körperstruktur kann betroffen sein – einzelne Organe oder bestimmte Gewebestrukturen im gesamten Körper. Zu den häufigsten gehören z.B.

 

  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Chronische Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Typ-1-Diabetes
  • Multiple Sklerose
  • Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
  • etc.

 

Die Psychoneuroimunologie (PNI) untersucht das Zusammenspiel zwischen dem Nerven-, Hormon- und Immunsystem. Prozesse im psychischen System hat Auswirkungen auf die Funktion aller Zellen im Körper.*

Wenn Viren, Bakterien etc. in den Körper eindringen, wird das Immunsystem aktiviert und startet zur Abwehr eine Entzündungsreaktion. Nach der erfolgreichen Beseitigung der Eindringlinge klingt  diese wieder ab.

 

Bei Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Multiples Sklerose, Rheuma etc. richtet sich das Immunsystem gegen den eignen Körper, bekämpft und schädigt ihn, weil es ihn als „fremd und feindlich“ identifiziert. Eigene Immunzellen greifen körpereigene Zellen an und lösen Entzündungsprozesse, starke Schmerzen, funktionelle  Störungen und Gewebeschäden aus.

 

Es handelt sich also um eine Kommunikationsstörung im Körper.

 

Die genetische Anlage und auslösende Faktoren aus der Umwelt spielen eine wesentliche Rolle (Umweltgifte, Ernährungseinflüsse etc.).

 

Als sogenannte Auslöse-(Trigger)faktoren können Infektionen, jedoch vor allem auch Stress wirken.

Diverse Studien zeigen den starken Einfluss von Stress auf den Krankheitsverlauf autoimmuner Erkrankungen (z.B. im MRT bei Patient*innen mit MS kommt es nach Phasen stärkerer Stresseinwirkung zur Zunahme von Entzündungsherden. **, ***

 

Stressverursachende Denk- und Verhaltensmuster erhöhen das Risiko für Erkrankungen bzw. Verschlechterungen  

  • fehlende Wahrnehmung und übermäßiges Zurückstellen eigener Bedürfnisse
  • unzureichende Selbst- und Körperwahrnehmung und oft mangelnde Selbstfürsorge
  • Perfektionismus, Präsentismus
  • unzureichende Strategien, um Wut, Frust, Stress, Ängste  etc. zu bewältigen
  • Selbstzweifel, fehlendes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
  • Ängste, Sorgen, Hemmungen
  • überlastende Lebensumstände und unverarbeitete Erlebnisse
  • fehlende Unterstützung (sozial und auch fachlich)
  • (unbewusste) Schuldgefühle

 

Während Stress Entzündungsprozesse fördert, bewirken ein positives Mindest, Selbstwirksamkeit, seelisches Wohlbefinden geringe Entzündungslevels und eine effektivere Regulation von Immunzellen (Leukozyten). Das individuelle Stresslevel bestimmt also den Verlauf von Heilungsprozessen. Das Stresserleben selbst, ist subjektiv und hängt wiederum von inneren Einstellungen, erlebter Selbsteffizienz und den Fähigkeiten zur Angst-, Schmerz- und Stressbewältigung ab.

 

Für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen ergeben sich daher folgende Ansätze : durch die Kombination von medizinisch-psychologischen Techniken und (Selbst)Hypnose lassen sich

 

  1. ungünstige Denk- und Verhaltensmuster auflösen, den Umgang mit Stress, Ängsten und emotionalen Belastungen deutlich verbessern und so das Stresserleben reduzieren und das seelische und körperliche Wohlbefinden steigern
  2. die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzverarbeitung verbessern
  3. die Kommunikationsstörungen und Fehlregulationen im Immunsystem beeinflussen
  4. durch mehr Energie, Zuversicht und Selbsteffizienz das eigene Gesundheitsverhalten optimieren und der Krankheitsverlauf über Ernährung, Bewegung, Bewältigung etc. verbessern.

 

Fazit: Der Krankheitsverlauf, d.h. die Auftretenshäufigkeit und -heftigkeit von Krankheitsschüben ist stark beeinflussbar.  

 

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Nehmen Sie Ihr Leben und Ihr Wohlergehen selbst in die Hand – Sie können viel mehr bewirken, als Sie denken!

*vgl. Christian Schubert (Hrsg.), Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, 2. Auflage Stuttgart 2015

** vgl. Mohr et al (2004)

*** vgl. Artimiades (2011)